Tschechische Bierbrauer erzielten 2003 neuen Export-Rekord

11. Februar 2005, 15:38
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Größte Absatzmärkte sind Deutschland, Slowakei und Großbritannien - Neue EU-Mitglieder nach der Erweiterung im Visier

Prag - Die tschechischen Brauereien haben 2003 einen neuen Bier-Exportrekord von 213 Mio. Litern erzielt, eine Steigerung um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Exportquote stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent. Diese Zahlen gab der Verband der tschechischen Brauereien und Mälzereien am Donnerstag bekannt.

Gute Exportchancen sieht der Chef des Brauereienverbandes, Jan Vesely, in den EU-Beitrittsländern Polen, Ungarn, Slowenien und den baltischen Republiken. Der Bier-Verbrauch in diesen Ländern nehme zu, die Konkurrenz der starken internationalen oder lokalen Marken sei jedoch noch nicht so stark, erklärte Vesely der tschechischen Tageszeitung "Pravo".

Deutschland größter Abnehmer

Größter Abnehmer von tschechischem Bier ist Deutschland, mit einem Anteil von 38 Prozent an den Gesamtexporten. Mit 16 Prozent folgt die Slowakei und mit zehn Prozent Großbritannien.

Besonders stark steigen die Exporte in die USA, nach Russland und nach Schweden. Zwar seien die Transportkosten bei den US-Exporten sehr hoch, doch könne man dort auch hohe Preise erzielen, so Vesely.

Tschechisches Bier wird auch in Lizenz in Absatzmärkten gebraut. So hat Plzensky Prazdroj (Pilsener Urquell) vor kurzem eine Fabrik im polnischen Tychy errichtet, wo die Marke "Pilsener Urquell" erstmals außerhalb Tschechiens produziert wird. In der slowakischen Brauerei Saris stellt die Pilsener-Gruppe die Marke "Velkopopovicky kozel" her.

"Plzensky prazdroj" größter Bierproduzent

Größter Bierproduzent in Tschechien ist "Plzensky prazdroj", der jährlich insgesamt 860 Mio. Liter der Marken "Pilsener Urquell", "Gambrinus", "Radegast" und "Velkopopovicky kozel" verkauft und einen Anteil von 32 Prozent an den tschechischen Bierexporten hat. 25 Prozent des exportierten Biers stammen von der Budweiser Brauerei Budvar, 20 Prozent vom Prager Produzenten Staropramen. (APA)

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