Umstrittene ETA-Ausstellung im Baskenland trotz Verbots eröffnet

26. April 2004, 21:03
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Ex-"ETA-Militärchef präsentiert Geschichte des Widerstands gegen Franco-Diktatur

Bilbao - Eine umstrittene Ausstellung über die baskische Untergrundorganisation ETA ist im spanischen Baskenland trotz eines Verbots der Regierung eröffnet worden. Der Organisator Xabier Zumalde beseitigte nach Presseberichten vom Sonntag die Bretter, mit denen die Polizei die Ausstellungsräume in der Kleinstadt Artea bei Bilbao verriegelt hatte. Die Sicherheitskräfte schritten nicht ein.

Der 65-jährige Zumalde hatte von 1965 bis 1976 selbst der ETA angehört und war der erste Militärchef der Organisation gewesen. Er will mit der Ausstellung nach eigenen Worten die Geschichte des Widerstands gegen die Franco-Diktatur (1939-1975) illustrieren. Die autonome Regierung des Baskenlands sah in der Exposition dagegen eine Verherrlichung des Terrorismus. Bei der Ausstellung werden unter anderem alte Propagandaplakate der ETA, zerschossene Verkehrsschilder und die Nachbildung eines unterirdischen Unterschlupfes gezeigt. (APA/dpa)

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