30 Tote bei Kämpfen bei Falluja

25. April 2004, 15:22
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Keine Details über Gefecht bekannt - Waffenstillstand aber "auf unbegrenzte Zeit" verlängert

Camp Falludscha - US-Marine-Infanteristen haben nach US-Militärangeben am Samstag in einem Gefecht in der Nähe der irakischen Stadt Falluja rund 30 Aufständische getötet. Einzelheiten zu dem Gefecht bei einem Dorf am Ufer des Euphrat wurden zunächst nicht bekannt.

Am Sonntag wurde jedoch bekannt, dass die US-geführten Besatzungstruppen und die irakischen Aufständischen in der Widerstandshochburg Falluja haben eine Verlängerung der Waffenruhe beschlossen haben. Das Stillhalteabkomme für die Stadt im sunnitischen Dreieck, einem Zentrum des Widerstands im Irak, wurde "auf unbegrenzte Zeit" verlängert, wie ein Vermittler der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag sagte. Gleichzeitig sei das Tragen von Waffen in der Stadt verboten worden.

Seit dem offiziellen Inkrafttreten des Waffenstillstands am 12. April wurden nach Angaben eines Ambulanzmitarbeiters in der Stadt durch Bombenangriffe oder Heckenschützen jeden Tag etwa ein Dutzend Menschen getötet oder verletzt. Erst am Samstag waren bei mehreren Angriffen ein zweijähriges Kind getötet und sechs weitere Menschen verletzt worden.

Die US-Marine-Infanterie hatte Anfang April eine Offensive in der sunnitischen Widerstandhochburg Falluja westlich von Bagdad eingeleitet, nachdem dort Aufständische vier US-Bürger getötet und ihre Leichen geschändet hatten. Bei den Kämpfen wurden danach nach Angaben von Ärzten rund 600 Menschen getötet. (APA/Reuters)

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