Großes Aufatmen bei Sturm

29. April 2004, 14:17
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Die Grazer schlagen eine schwache Admira sicher 2:0 und setzten sich vom Tabellenende ab

Graz - Sturm Graz hat am Samstag in der 32. Runde der T-Mobile-Bundesliga den ersten Sieg seit 17. März gefeiert. Nach sechs Liga-Spielen ohne vollen Erfolg (ein Remis, fünf Niederlagen) besiegten die abstiegsbedrohten Steirer vor 5.315 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion die Admira hoch verdient 2:0 (1:0). Die Treffer der Truppe von Michael Petrovic erzielten Haas (37.) und Silvestre (58.).

Die Admira, die Iwan in der 39. Minute auf Grund einer Roten Karte (Kritik) verlor, muss hingegen weiterhin seit 17. März (1:0 gegen Rapid) auf einen Erfolg warten. Sturm hat sich mit dem lang ersehnten Erfolg viel Luft im Abstiegskampf verschafft. Denn parallel unterlag der FC Kärnten zu Hause Rapid Wien 0:1, die Klagenfurter liegen damit vier Runden vor Schluss sechs Zähler hinter Sturm.

Silvestre als Stabilisator...

Mit der Rückkehr des verletzt gewesenen Silvestre fand Sturm wieder in die Erfolgsspur zurück. Der 37-Jährige, der auf Grund eines Seitenbandeinrisses wochenlang ausgefallen war, gab der Defensive die dringend benötigte Ruhe und krönte seine Leistung mit dem Kopfball-Treffer zum entscheidenden 2:0. Die letzte Partie hatte Silvestre, der mit einem Verband am rechten Knie spielte, am 17. März bestritten, damals hatte Sturm mit dem 2:0 gegen den FC Kärnten auch den bis Samstag letzten Drei-Punkter in der Liga geholt.

Die Anfangsphase war von vielen kleinen Fouls geprägt, in einer größtenteils ausgeglichenen Partie waren die Hausherren optisch leicht überlegen. Sturm war sich der prekären Lage bewusst, agierte konzentriert und aggressiv. Nachdem Linz aus 14 Metern (7.) und Haas per Kopfball (9.) das Tor knapp verfehlt hatten, gelang Sturm nach einem Schnitzer in der Admira-Abwehr die Führung. Nach Flanke von Brunmayr von der linken Seite rutschte Admira-Verteidiger Osoinik aus, Haas hatte daher genügend Zeit, um sich in aller Ruhe den Ball zu stoppen und eiskalt einzuschießen (37.).

...und Entscheider

Zwei Minuten später ein weiterer entscheidender Rückschlag für die Admira. Iwan beschimpfte Schiedsrichter Stuchlik und wurde mit Rot vom Platz gestellt. Nach der Pause drängte Sturm auf die Entscheidung. Ein Mujiri-Schuss ging knapp vorbei (54.), ein Haas-Versuch wurde von Heu über die Latte gelenkt (57.). In der 58. Minute traf dann Silvestre mit einer Kopfball-Bogenlampe nach Brunmayr-Corner zum 2:0.

Sturm hatte Lust auf mehr, spielte befreit auf. Ein Brunmayr-Freistoß landete im Außennetz (65.), Heu parierte einen Korsos-Flugkopfball (74.), Mujiri vergab völlig freistehend aus elf Metern (77.) und ein Treffer des eingewechselten Krammer wurde nach Foul an Goalie Heu nicht gegeben (79.). Auf der anderen Seite präsentierte sich die Admira einmal mehr erschreckend schwach, eine Halbchance von Linz (66.) war das einzige niederösterreichische Lebenszeichen. (APA)

  • Sturm Graz - Admira 2:0 (1:0). Schwarzenegger-Stadion, 5.315, SR Stuchlik.

    Torfolge: 1:0 (37.) Haas
    2:0 (58.) Silvestre

    Sturm: Mandl - Silvestre - Strafner, Dmitrovic (58. Dag) - Neukirchner (70. Krammer), Korsos, Mujiri, Säumel - Rabihou (86. Salmutter), Brunmayr, Haas

    Admira: Heu - Zingler - Hatz, Osoinik - Bozgo (60. Markovic), Iwan, Suchard, Astafjew, Katzer (47. Ziervogel, 80. Schöny) - Ortner - Linz

    Rote Karte: Iwan (39., Kritik)
    Gelbe Karte: Haas

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Rückkehrer Franck Silvestre (li) war maßgeblich an Sturms Erfolg beteiligt.

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