Der Alte ist wieder da

29. April 2004, 15:20
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Der legendäre Viktor Tichonow betreut Russland und will verloren gegangenes Terrain zurück gewinnen

Wien - Er ist wieder da. Elf Jahre lang hat Viktor Tichonow dem internationalen Eishockey den Rücken gekehrt, nun steht der mittlerweile 73-Jährige wieder hinter der Bande der russischen Sbornaja. Keine Frage, der legendäre Trainer ist der Star der Mannschaft. Unter Tichonow, nebenbei auch Coach von Serienmeister ZSKA Moskau, gewann die Sowjetunion von 1977 bis 1991 acht WM-Titel. Und das in einem Stil, den die Welt noch nicht gesehen hatte.

Nun, in der Stunde der Not, hat Tichonow wieder das Kommando übernommen. Nach dem Ende der Sowjetunion kam die Krise, es fehlte das Geld, die besten Spieler verließen das Land. Seit elf Jahren warten die Russen auf Gold, der Tiefpunkt wurde bei der Heim-WM 1999 in St. Petersburg mit Rang elf erreicht. Den Statusverlust des russischen Hockeys stoppen ist die Mission Tichonows. Dazu setzt er in erster Linie auf Talent aus der heimischen Liga.

Herausragend dabei der 19-jährige Stürmer Alexander Owetschkin, der im kommenden NHL-Draft wohl die Nummer eins sein wird. "Das Team ist sehr ausgeglichen besetzt, aber unsere Aufgabe ist sehr schwer. Ich weiß sehr wohl, dass bei unseren Fans jeder Platz außer der erste als Enttäuschung angesehen wird.", sagt Tichonow. (APA/red)

  • Viktor Tichonow betreute neben dem Nationalteam auch den über Jahre hinweg mit der Sbornaja praktisch identen Armeeklub ZSKA Moskau.

    Viktor Tichonow betreute neben dem Nationalteam auch den über Jahre hinweg mit der Sbornaja praktisch identen Armeeklub ZSKA Moskau.

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