Möllemann-Affäre bescherte Partei Millionenschulden

24. April 2004, 15:50
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Wegen ausreichendem Immobilienbesitz keine Gefahr der Insolvenz durch 1,6 Millionen Euro Belastung

Hagen - Die Spendenaffäre ihres früheren Vorsitzenden Jürgen Möllemann hat bei der nordrhein-westfälischen FDP Schulden von rund 1,6 Millionen Euro hinterlassen. Diese Zahl nannte Schatzmeister Paul Friedhoff am Samstag in seinem Rechenschaftsbericht beim FDP-Landesparteitag in Hagen. Der Landesverband stehe aber nicht vor der Pleite, versicherte er. Den Schulden stünden ausreichende Vermögenswerte in Form von Immobilienbesitz gegenüber, so dass keine Insolvenz drohe.

Die Schulden ließen sich innerhalb von fünf Jahren abbauen, sagte Friedhoff. Um dies zu erreichen, will die Landespartei ihre Kreisverbände stärker zur Kasse bitten. Dem Parteitag liegt ein Antrag des Landesvorstands vor, die von den Kreisverbänden abzuführende Umlage von 1,50 auf 3 Euro je Mitglied und Monat zu verdoppeln. (APA/dpa)

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