Prognose Filzmaiers: Knappes Ergebnis, aber kein "Kopf an Kopf"-Rennen

25. April 2004, 17:02
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Politologe vermutet Einsetzen einer Führungs­diskussion in der SPÖ bei Niederlage Fischers und einen ÖVP-­Richtungsstreit bei Niederlage Ferreros

Der Politologe Peter Filzmaier erwartete an Samstag für den Wahlsonntag ein "knappes Ergebnis, aber nicht eines Kopf an Kopf wie bei der US-Präsidentschaftswahl".

Führungs- und Richtungsstreits der Parteien bei Niederlage ihrer Kandidaten

Im Radio-Mittagsjournal des ORF merkte Filzmaier ferner an, bei einer Niederlage von Fischer würde eine unmittelbare Führungsdiskussion in der SPÖ gegen Parteichef Alfred Gusenbauer einsetzen. Sollte Ferrero-Waldner verlieren, werde es zwar eine Richtungsdiskussion innerhalb der ÖVP geben, die längerfristig auch in eine Führungsdiskussion münden könne. Jedenfalls sei - "wer immer gewinnt" - bis zur Nationalratswahl 2006 der Erfolg für keinen möglichen Sieger konservierbar. Auswirkungen könnte es allenfalls auf die EU-Wahlen im Juni geben.

Was den Wahlkampf betrifft, meinte Filzmaier, dass beide Kandidaten Erwartungshaltungen ihres jeweiligen Wählerpotenzials bedient hätten. Damit sei auch der Eindruck einer gewissen Oberflächlichkeit und Themenleere zustande gekommen. (APA)

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