Korei: "Solch ein Verbrechen würde alle Friedenshoffnungen begraben"

26. April 2004, 16:18
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Palästinensischer Regierungschef warnt vor Eröffnung "neuen Kapitels blinder Gewalt" - Handlungs­aufforderung an UNO-Sicherheitsrat und andere Regierungen

Ramallah - Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei hat die israelische Regierung am Samstag scharf vor einem Attentat auf Palästinenserpräsident Yasser Arafat gewarnt. "Solch ein Verbrechen würde definitiv alle Hoffnungen auf Frieden beenden und ein neues Kapitel blinder Gewalt eröffnen", teilte Korei in Ramallah mit. Er erklärte weiter, die Palästinenserführung nehme Washington für die Unversehrtheit Arafats in die Pflicht. Der UNO-Sicherheitsrat und ausländische Regierungen müssten gegen Drohungen des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon handeln.

Vermutung, Sharon wolle mit Ankündigung internationale Reaktionen austesten

Korei warf den USA vor, in dem Konflikt auf der Seite Israels zu stehen. Er rief das palästinensische Volk auf, sich darauf vorzubereiten, "das Symbol unseres Kampfes mit allen verfügbaren Mitteln zu verteidigen". Aus der palästinensische Regierung hieß es, Sharon wolle mit seiner Aufkündigung von Garantien für eine Verschonung Arafats internationale Reaktionen testen, bevor er zur Tat schreite.

Aus der palästinensischen Regierung wurde Korei unterdessen aufgerufen, von Überlegungen zu einem Rücktritt vom Amt Abstand zu nehmen. (APA/dpa)

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