Papadopoulos: "Nicht das Ende des Weges"

26. April 2004, 01:20
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Friedensgespräche seien nicht zu Ende - Zypriotischer Präsident sichert Nordzypern Unterstützung nach EU-Beitritt der Republik Zypern zu

Nikosia - Der Präsident der Republik Zypern, Tassos Papadopoulos, hat Samstag Abend trotz der überwältigenden Ablehnung des UNO-Wiedervereinigungsplans erklärt, das Nein bedeute "nicht das Ende des Weges" zu einer Friedenslösung. Er trete weiter für eine bizonale, föderative Regelung ein, hieß es nach Angaben der griechisch-zypriotischen Nachrichtenagentur CNA in einer Erklärung in Nikosia. Papadopoulos selbst hatte seine Landsleute zur Ablehnung des UNO-Plans beim Referendum aufgerufen.

Lösung erwünscht

In der Stellungnahme des Präsidenten hieß es weiter, die griechischen Zyprioten wünschten sehr wohl eine Lösung des Problems, hätten aber diesen speziellen Plan von UNO-Generalsekretär Kofi Annan abgelehnt. Die griechischen Zyprioten würden einer Lösung zustimmen, die einer Regelung im Interesse beider Volksgruppen auf der geteilten Mittelmeerinsel entspreche. Am kommenden 1. Mai wird der Südteil der Insel alleine der EU beitreten.

Den im Norden Zyperns lebenden türkischen Zyprioten versprach Papadopoulos, sie würden alle Vorteile und Hilfen erhalten, die ihnen durch den EU-Beitritt der Republik Zypern zustünden. Im Fernsehen ersuchte Papadopoulos später die türkisch-zypriotische Volksgruppe, "die Gründe zu verstehen, die es für die griechischen Zyprioten nicht möglich machten, den Plan anzunehmen". Der EU, der UNO und Griechenland dankte er für ihre Bemühungen um eine Zypern-Lösung. (APA)

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