Sex- und Drogenaffäre: Maler Jörg Immendorff muss vor Gericht

25. April 2004, 20:57
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Kunstprofessor leidet nach Bekanntwerden der Kokainsucht und der Sex-Partys

Düsseldorf - Der deutsche Maler Jörg Immendorff muss wegen einer Sex- und Drogenaffäre vor Gericht. Nach Angaben des Landgerichts Düsseldorf vom Freitag wurde die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang zur Verhandlung zugelassen. Immendorff wird unerlaubter Drogenbesitz in 27 Fällen vorgeworfen. Der Prozess gegen den 58-Jährigen soll am 20. Juli beginnen.

Sex-Partys mit Prostituieren

Der Maler Jörg Immendorff leidet sehr nach Einschätzung einer früheren Lebensgefährtin unter dem Bekanntwerden seines Drogenkonsums und seiner harten Sex-Partys mit Prostituieren. Die 28-jährige Designerin Marie-Josephine Lynen sagte dem Magazin "Focus", die öffentliche Demaskierung bedeuteten für Immendorff den "eigentlichen GAU". Dafür schäme er sich unendlich, meinte sie.

Kokain Konsum seit Mitte der neunziger Jahre

Der Kunstprofessor hatte bei der Polizei eingeräumt, seit Anfang der neunziger Jahre Kokain konsumiert zu haben. Die damalige Lebensgefährtin sagte, er habe ihr Mitte der neunziger Jahre seinen Rauschgiftkonsum und "extreme sexuelle Vorlieben" gestanden.

Das Münchner Nachrichtenmagazin berichtete am Samstag vorab, Immendorff habe jahrelang auch vor Freunden seine Sucht zu verheimlichen versucht. Das Kokain versteckte er in Kapseln von Überraschungseiern. Lynen sagte, er habe privat "immer nur in Illusionen gelebt, das ist jetzt zusammengebrochen". Der 58-Jährige muss mit einer Anklage wegen Besitzes einer nicht geringen Menge Drogen rechnen, nachdem die Polizei am 16. August bei ihm 21,6 Gramm Kokain sichergestellt hat. (APA)

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