Führen heißt auch loben

30. April 2004, 14:17
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Wer den Namen Maria Schaumayer erwähnt, weckt positive Assoziationen. Assoziationen an eine integre, nicht konfliktscheue, aber lösungsorientierte, verhandlungsbereite Persönlichkeit, die vor allem eines prägt: der respektvolle Umgang mit ihren Mitmenschen.

Ihr Führungsstil als Topbankerin war es, im Vorfeld von Entscheidungen qualifizierte Meinungen einzuholen, ohne die Vielfalt auf den kleinsten Nenner herunterzubrechen. Und delegieren bedeutete für sie nicht abschieben lästiger Routinearbeiten, sondern Vorgabe von Zielen bei hoher Eigenverantwortung der Ausführenden. Und führen heißt laut Schaumayer auch loben, denn "Anerkennung im Großen und im Kleinen braucht jeder Mensch".

Die leidenschaftliche Opernliebhaberin, begeisterte Tarock- und Bridgespielerin und einstige Eisprinzessin nimmt sich selbst davon nicht aus. Und freut sich über den "Siemens Life Award", der Persönlichkeiten für außergewöhnliche Leistungen und Erfolge vergeben wird, ebenso wie über die im Mai bevorstehende Verleihung des "Goldenen Doktordiploms" in Innsbruck. (DER STANDARD, Printausgabe vom 24/25.4.2004)

Von
Johanna Zugmann
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