Verheerende Kritik an der Wiener Stadtplanung

27. April 2004, 20:17
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Bauprojekte Wiener Berg und Monte Laa stehen nach Rohbericht des Rechnungshofes "im Widerspruch zur inneren Stadterweiterung"

Wien - "Eine Verheerende Kritik an der Wiener Stadtplanung" ist für den grünen Wiener Klubobmann Christoph Chorherr der jüngste Rohbericht des Rechnungshofes (RH). Tatsächlich bestätigt nun der RH einige seit Jahren vorgetragene Kritikpunkte. Die neuen Stadtteile am Wiener Berg und Monte Laa in Favoriten: "Beide Projekte liegen abseits der wichtigen und attraktiven öffentlichen Verkehrslinien." Der Bau stehe "im Widerspruch zu den Zielen des Stadtentwicklungsplanes."

Innere Stadterweiterung

Beim Schwerpunkt "innere Stadterweiterung" konnten zwar Projekte etwa am Nordbahnhofgelände oder im Bereich Aspang umgesetzt werden, "dennoch schritt die Mobilisierung von den dafür vorgesehenen Flächen nicht im erwarteten Ausmaß voran." Auch beim Grünraumkonzept 1000-Hektar-Plan seien Maßnahmen höchster Priorität nicht oder in viel zu geringem Ausmaß realisiert worden.

Südliche U1-VerlängerungP> Zur südlichen U1-Verlängerung nach Rothneusiedl heißt es, dass eine Wohnbevölkerung von 20.000 Einwohnern angestrebt werden sollte - "die dafür erforderliche dichte und hohe Bebauung scheint in dieser Randlage jedoch städtebaulich nicht vertretbar". Dazu kommt: "Angesichts der zu erwartenden starken Zunahme des Pkw-Bestandes wurden die im MasterPlanVerkehr 2003 festgelegten Ziele vom RH als nicht ausreichend beurteilt". Und von den geplanten Maßnahmen für den Radverkehr "gelangten bisher doch nur wenige zur Umsetzung". (frei, DER STANDARD Printausgabe 24/25.4.2004)

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