Haban-Räuber "in Sorge"

25. April 2004, 21:57
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Verkäuferin den jetzt in Italien verhafteten Komplizen als Schützen wieder

Wien - "Ich bin in Sorge. Ich habe bemerkt, in welch gefährlichem Personenkreis ich mich bewegt habe. Ich möchte mit dieser Seite meines Lebens abschließen und nichts mehr aussagen", erklärte Massimiliano F. . Der Italiener steht in Wien vor Gericht, er soll dabei gewesen sein, als am 9. Mai 1998 im Wiener Juweliergeschäft Haban Siegfried G. erschossen wurde. Die Sorge in ihm stieg auf, nachdem der mutmaßliche Schütze jüngst in Italien einen Polizisten überfahren hatte und verhaftet wurde - DER STANDARD berichtete.

Haban-Mitarbeiter schilderten das Wiener Verbrechen so: Man vernahm "einen Pumperer, wie wenn jemand über den Tisch springt". G. habe mit der rechten Hand unters Pult gegriffen, was einer der Täter offensichtlich als Versuch interpretierte, nach einer Waffe zu greifen. Der Räuber machte ohne zu zögern vom Revolver Gebrauch.

"Er hat den Herrn G. am Krawattl in die Höhe gerissen, am Hinterkopf angesetzt und geschossen. Ich war ganz voll Blut. Alles war voll Blut, die Wände, die Telefone, alles", sagte eine Verkäuferin und begann zu weinen. Auf einem Bild erkannte sie den jetzt in Italien verhafteten Komplizen als Schützen wieder: "Diese Augen! Die vergess' ich nicht", meinte sie. (APA, red, DER STANDARD Printausgabe 24725.4.2004)

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