Bulgarische Truppen bleiben im Irak

24. April 2004, 21:01
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Beschließt Parlamentsausschuss nach zweitägiger Sitzung - Trotz Todesopfer in Kerbala

Sofia - Auch nach dem Tod eines bulgarischen Soldaten am Freitag in der irakischen Stadt Kerbala bleibt das Militärkontingent des Balkanlandes im Irak. Das hat am Freitag der außenpolitische Ausschuss des bulgarischen Parlaments entschieden, der das Mandat für die 450 bulgarischen Soldaten im Irak bestätigte. Das Gremium beschloss nach einer zweitägigen Sitzung auch, dass die Regierung in Sofia weiter auf eine neue Irak-Resolution des UN-Sicherheitsrats hinarbeiten solle.

Der 25-jährige bulgarische Soldat war am Freitag bei einem Angriff radikaler schiitischer "Mahdi"-Milizen auf die Koalitionstruppen in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbala durch einen Kopfschuss ums Leben gekommen. "Für uns alle ist dies sehr schwierig und traurig", sagte Ministerpräsident Simeon Sakskoburggotski nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA. Die bulgarische Regierung trat zu einer Sondersitzung zusammen. Fünf oppositionelle Abgeordnete brachten im Parlament einen Antrag zum Abzug der bulgarischen Soldaten aus dem Irak bis 10. Juli ein.

Bereits Ende Dezember waren fünf bulgarische Soldaten bei einem Angriff auf ihr Armeelager im Irak ums Leben gekommen. (APA)

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