Für ein VP-Busserl

25. April 2004, 16:57
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Lotte Ingrisch wirbt für Ferrero-Waldner

Mit ihrem offenen Brief, in dem sie SP-Kandidat Heinz Fischer kritisiert, hat Lotte Ingrisch wohl nicht nur bei ihrem Stiefsohn, dem SP-Abgeordneten Caspar Einem, für Kopfschütteln gesorgt.

"Herr Doktor Fischer, Sie sind unfreundlich zur Natur, Sie sind unfreundlich zu den Menschen und Österreich haben Sie auch sehr unfreundlich behandelt", schreibt sie. Das erschien erst als Leserbrief in der Kronen Zeitung, später als bezahlte Anzeige auch in anderen Zeitungen.

Am Freitag, bei der Abschlusskonferenz von VP-Kandidatin Ferrero-Waldner, sorgte Ingrisch auch hier für Irritation: "Bitte, ich muss etwas sagen", drängte sie zum Mikrofon, um von "Telefonanrufen um halb fünf in der Früh von Genossinnen und Genossen" zu erzählen, die sie terrorisieren würden, weil sie im "Benita"-Komitee säße.

Deshalb habe sie "ein Busserl" gut bei der VP. Das "Busserl", um das sie bat: "Bitte schafft die Legebatteriehaltung für Henderln nicht erst 2009 ab!"

In den letzten Jahren war die Witwe Gottfried von Einems eher durch ihre spirituelle Anlage aufgefallen - sie redet etwa mit ihrem verstorbenen Mann.

1996 wurde die Schriftstellerin beinahe Opfer eine Briefbombe von Franz Fuchs. (pm, to/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24./25.4.2004)

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