Google könnte nächste Woche mit dem Börsengang beginnen

26. April 2004, 11:45
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Marktwert wird auf 25 Mrd. Dollar geschätzt - Beteiligung der Kleinanleger noch unklar

Die Suchmaschine Google könnte ihren Börsengang noch in der nächsten Woche anmelden. Obwohl das Unternehmen sich dazu weiterhin bedeckt hält, sind Wall-Street-Experten überzeugt, dass der Schritt "binnen Tagen" erfolgen könnte, heißt es in der Internet-Ausgabe des "Wall-Street-Journals".

Eine der beiden Bedingungen

Der Grund dafür ist eine Regel der US-Börsenaufsicht SEC. Danach müssen Unternehmen, die mehr als 500 Anteilseigner oder Bilanz-Aktiva von mehr als zehn Mio. Dollar aufweisen, ihre Geschäftszahlen veröffentlichen. Es wird davon ausgegangen, dass die Suchmaschine zumindest eine der beiden Bedingungen erfüllt.

120 Tage

Die 120-tägige Frist, innerhalb der an die SEC berichtet werden muss, läuft Ende April aus. Experten gehen davon aus, dass Google einen Börsengang der einfachen Veröffentlichung der Daten vorziehen könnte. In diesem Fall würden die bisher streng geheim gehaltenen Geschäftszahlen als Börsenprospekt vorgelegt werden.

Wert

Der Wert des Börsengangs von Google dürfte dem von börsennotierten Konkurrenten wie Yahoo und Ebay entsprechen. Bei der Marktkapitalisierung liegt Ebay derzeit mit rund 54 Mrd. Dollar vor Yahoo mit 38 Mrd. Dollar und Amazon mit rund 20 Mrd. Dollar.

Schätzungen zufolge ist Google bis zu 25 Mrd. Dollar wert. Die den Börsengang begleitenden Banken können mit Gebühreneinnahmen in Höhe von bis zu 100 Mio. Dollar rechnen. In welchem Umfang Kleinaktionäre an dem IPO teilnehmen können, steht noch nicht fest. Spekulationen zu Folge könnte Google die Aktien in einer Internet-Aktien an die Kleinanleger versteigern. Es wäre die größte Erstemission (IPO) seit Jahren, und die größte im Technologie- und-Internetsektor, seitdem die spekulative Blase Ende der neunziger Jahre geplatzt ist.

Guten Voraussetzungen

Begleitet wird Google bei seinem Gang auf das Parkett höchstwahrscheinlich von Morgan Stanley und Goldman Sachs, mit Unterstützung anderer Investmentbanken wie Credit Suisse First Boston, Thomas Weisel Partners und W.R. Hambrecht. Ein weiterer Grund für den baldigen Börsengang sind die derzeit guten Voraussetzungen. Der Markt für Neuemissionen hat sich deutlich erholt und Googles Popularität erleichtert die Kapitalaufnahme. (APA)

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