Rom dementiert Lösegeldzahlung für Geiseln

25. April 2004, 14:56
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Frattini: Verhandlungen auf hochrangiger Ebene

Rom - Die Regierung Berlusconi hat am Freitag entschieden dementiert, dass sie mit den Entführern der drei Italienern im Irak um die Zahlung eines Lösegelds verhandeln, wie einige Medien berichtet hatten. "Diese Informationen sind absolut falsch", kommentierte der italienische Außenminister Franco Frattini. Die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete in ihrer Freitag-Ausgabe, dass die Regierung Berlusconi neun Millionen Euro für die Befreiung der Geisel Umberto Cupertino, Salvatore Stefio und Maurizio Agliana angeboten habe, die seit dem 12. April gefangen gehalten werden.

Frattini berichtete, dass die Regierung Kontakte auf hochrangiger Ebene habe, um zur Befreiung der Geiseln zu gelangen. "Wir haben eine breit angelegte Vermittlungsaktion in die Wege geleitet. Von Lösegeld ist jedoch nicht die Rede", so Frattini.

Das Schicksal der italienischen Geiseln im Irak ist eine schwere Belastung für die Regierung Berlusconi. Die Freilassung der drei Verschleppten verzögere sich, musste Regierungschef Silvio Berlusconi zugeben, nachdem er in den vergangenen Tagen öfters von einem bevorstehenden Ende der Geiselnahme gesprochen hatte. (APA)

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