Innovation: Computer auch für die Ältesten

29. April 2004, 13:46
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Geistige Ressourcen sollen gefördert werden

Unter Senioren haben Computer und Internet längst Einzug gehalten. Nun sollen auch die Ältesten, Menschen die sich bereits in Pflege begeben mussten, von den Segnungen von bits und bytes profitieren. Mit Unterstützung des Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) hat die oberösterreichische Firma Plejaden Communications ein Computersystem entwickelt, mit dem auch pflegebedürfte Menschen ihr Gehirn trainieren, ihre Erinnerungen organisieren oder mit der Außenwelt kommunizieren können.

Das ganze System besteht aus einem Touch-Screen-Terminal namens "Pinguin", der speziell auf die Bedürfnisse von alten Menschen zugeschnitten ist. Praktisch alle Funktionen können durch Bildschirmberührung ausgelöst werden, eine Maus ist nicht nötig. Wer schreiben möchte, kann dies über eine extragroße Tastatur erledigen.

Ergänzend zum "Pinguin" entwickelte die oberösterreichische Firma die Software "Plejaden.net", die über eine eigene Redaktion sogar mit speziell auf Senioren zugeschnittene Nachrichten versorgt wird. Hauptbestandteile der Software sind Kalender und Fotoalbum und eine besonders einfach zu bedienendes Postfach für elektronische Briefe und e-mail. Mit einer Web-Cam produzierte Fotos können sofort zu den Texten gestellt und mitversendet werden.

Auch für demente Personen in höheren Pflegestufen hat das System noch etwas zu bieten, etwa Spiele oder spielerische Gedächtnisübungen mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden. So soll gewährleistet werden, dass jeder Verwender noch seine Erfolgserlebnisse hat und damit seine geistigen Fähigkeiten trainiert. (APA)

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