Weichenstellen im Kampf gegen den Abstieg und um Platz drei

24. April 2004, 17:34
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Bei Kärnten-Rapid stehen Teams unter Zugzwang - Salzburg vor Pasching-Spiel: "Gewinnen, egal wie"

Wien - Abseits des großen Schlagers zwischen der Austria und dem GAK könnte die 32. Runde in der österreichischen Fußball-T-Mobile Bundesliga am kommenden Wochenende wichtige Weichenstellungen im Rennen um Platz drei und im Abstiegskampf bringen. Schlusslicht Kärnten muss im Heimspiel gegen Rapid unbedingt punkten, um weiter auf Tuchfühlung mit Platz neun zu bleiben, gleiches gilt freilich auch für die Hütteldorfer im Fernduell mit den Paschingern, die in Salzburg antreten. Sturm empfängt die Admira, Mattersburg reist nach Bregenz.

Rapid bei Kärnten

Im Klagenfurter Wörthersee-Stadion kommt es zum Duell zweier zuletzt im ÖFB-Cup gescheiterter Klubs. "Nach dem Ausscheiden bleibt uns nur mehr die Meisterschaft, um unser großes Ziel, die Qualifikation für einen internationalen Bewerb, zu erreichen. Daher ist nicht nur die Partie gegen Kärnten, sondern jedes Match von größter Bedeutung", erklärte Rapid-Trainer Josef Hickersberger.

Vor dem Gegner hat der frühere ÖFB-Teamchef Respekt. "Die Klagenfurter haben in der Meisterschaft sehr ordentliche Leistungen geliefert, zudem ist die Samstag-Partie für die Kärntner eine der letzten Chancen, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Ein kleiner Vorteil könnte für die Klagenfurter die Tatsache sein, dass sie eine längere Regenerationszeit hatten als wir", erklärte "Hicke", der weiter auf Ivanschitz, Payer, Prisc, Feldhofer und Markus Hiden verzichten muss. Zudem steht hinter dem Einsatz von Ersatzgoalie Maier, der an Adduktorenproblemen laboriert, ein Fragezeichen.

Kärnten-Betreuer Peter Pacult hat das Cup-Out bereits ad acta gelegt und lässt einen möglichen Vorteil wegen der längeren Pause (die Wiener waren am Mittwoch, Kärnten schon am Dienstag, dafür aber über 120 Minuten, im Einsatz) nicht gelten. "Entscheidend wird sein, wer mehr Zweikämpfe gewinnt. Wir müssen unbedingt punkten und haben in der Meisterschaft daheim eine ordentliche Bilanz", gab sich Pacult optimistisch.

Salzburg empfängt Pasching

Rapids Konkurrent um Platz drei, Superfund Pasching, steht in Salzburg laut Trainer Georg Zellhofer vor einer "sehr schwierigen Partie. Ich habe die letzten Spiele der Salzburger gesehen. Sie waren immer gut, hatten aber Probleme in der Chancenauswertung", meinte Zellhofer, dessen Mannschaft in der Meisterschaft seit 13 Partien ungeschlagen ist und bei einem Spiel mehr einen Punkt hinter Rapid liegt.

Genau dieses Manko will Salzburg-Coach Peter Assion beheben. "Wir müssen endlich unsere Möglichkeiten verwerten. Unsere Devise heißt gewinnen, egal wie", so der Deutsche, der sich vor allem von der Paschinger Offensiv-Abteilung beeindruckt zeigt.

Pflichtsieg für Sturm

So wie Kärnten (25 Punkte) und Salzburg (Achter mit 31 Punkten) befindet sich auch der Tabellen-Neunte Sturm mit 28 Zählern mitten im Abstiegskampf. Ein Heimsieg gegen die Admira soll den Grazern etwas Luft verschaffen. "Wir brauchen unbedingt die drei Punkte, aber die Admira wird es uns nicht leicht machen", sagte Michael Petrovic. An Motivationsprobleme beim Gegner auf Grund der Tabellen-Situation glaubt der Sturm-Coach nicht. "Ich erinnere mich noch gut an die letzte Runde im vergangenen Jahr. Da hätte Ried daheim gegen die Admira ein Punkt gereicht, um nicht abzusteigen, doch die Niederösterreicher haben gewonnen", warnte Petrovic.

Sein Gegenüber Raschid Rachimow fordert von seinen Kickern eine professionelle Einstellung. "Wir dürfen uns diese gute Saison nicht im letzten Moment kaputt machen. Meine Spieler sind alle Profis, also müssen sie in jedem Spiel motiviert sein", sagte der Russe, dessen Zukunft in der Südstadt weiter ungewiss ist. Ein klärendes Gespräch mit Präsident Hans-Werner Weiss über eine Vertragsverlängerung kam bisher nicht zu Stande.

Ärger in Bregenz

Auch in Bregenz stehen derzeit andere Dinge als der reguläre Meisterschaftsbetrieb im Mittelpunkt. "Wenn die ausstehenden Gehälter nicht bis Ende April bezahlt werden, werde ich meinem Vertrag bis Sommer 2005 nicht erfüllen", sagte Coach Regi van Acker, dem jedoch von Vereinsboss Hans Grill versprochen wurde, dass diese Angelegenheiten in den kommenden Tagen positiv erledigt würden.

Für Gegner Mattersburg heißt es in Vorarlberg "verlieren verboten". "Wir haben zuletzt auswärts immer gut gespielt, aber dumm verloren. Das muss sich diesmal ändern", forderte Betreuer Werner Gregoritsch, der wieder auf den zuletzt gesperrten Kapitän Didi Kühbauer zurückgreifen kann. "Er ist sehr wichtig für uns, einfach der Führungsspieler schlechthin."(APA)

  • Hickersberger muss sich etwas einfallen lassen: Der dritte Platz von Rapid ist in Gefahr.

    Hickersberger muss sich etwas einfallen lassen: Der dritte Platz von Rapid ist in Gefahr.

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