Albany Medical Center Prize an Gentechnikpioniere

23. April 2004, 17:00
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Albany - Die Gentechnikpioniere Stanley Cohen und Herbert Boyer sind am Freitag mit dem wichtigsten amerikanischen Medizinpreis, dem mit 500.000 Dollar (421.124 Euro) dotierten Albany Medical Center Prize, ausgezeichnet worden. Die erst im November 2000 etablierte Auszeichnung wird an Preisgeld nur vom Nobelpreis übertroffen.

Cohen und Boyer hatten 1972 ihre Zusammenarbeit begonnen, in der sie ein Jahr später das Projekt der rekombinierten DNA entwickelten. Das erlaubte den Transfer von einem Organismus auf den anderen und das Isolieren und Klonen lebender Zellen. Ihre Forschung führte zur Massenproduktion von Insulin und Hormonen, die bis dahin nur vom menschlichen Körper produziert wurden. Sie öffnete auch den Weg zur genetisch Modifikation von Pflanzen, um sie etwa widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge zu machen.

Während genmanipulierte Saaten in den USA inzwischen weit verbreitet sind, treffen sie in Europa auf Skepsis. Cohen und Boyer patentierten ihre Technologie 1980. Der am Freitag vergebene Preis wurde von dem New Yorker Geschäftsmann Morris Silverman mit einer 50-Millionen-Dollar-Schenkung ins Leben gerufen. (APA/AP)

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