Bulgarische Parlamentarier fordern Truppenabzug

23. April 2004, 19:09
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Angst vor Anschlägen - Soldaten sind in Kerbala stationiert

Sofia - Unter dem Eindruck der anhaltenden Gewalt im Irak haben mehrere Parlamentsabgeordnete in Bulgarien am Freitag einen Abzug der bulgarischen Truppen gefordert. In einer Eingabe an das Parlament sprachen sich fünf Politiker dafür aus, die Soldaten bis zum 10. Juli nach Hause zu holen. Bulgarien könne sonst Ziel von Terrorangriffen werden, hieß es zur Begründung. In der Schiiten-Stadt Kerbala, wo das bulgarische Kontingent stationiert ist, schlugen am Freitag mehrere Mörsergranaten ein, wie das Verteidigungsministeriums in Sofia mitteilte.

Am Donnerstag wurden auf die bulgarische Militärbasis Granaten abgefeuert, verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Erfolg wird die Eingabe der Volksvertreter nicht haben: Verteidigungsminister Nikolai Swinarow betonte, Bulgarien werde weiter an seinem Engagement im Irak festhalten. (APA/AP)

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