Falsche Diagnose Bluthochdruck

29. April 2004, 12:42
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Gerade bei jüngeren Menschen schwankt der Blutdruck tagesbedingt - mehrere Messungen empfohlen

London - Bei Menschen unter 35 Jahren ist die Diagnose Bluthochdruck häufig nicht gerechtfertigt. Verfasser einer britischen Studie warnen davor, bei jungen Menschen auf der Basis sporadischer Blutdruckmessungen eine oft lebenslang andauernde Therapie einzuleiten. Die Mediziner der Universität Birmingham untersuchten zunächst, wie häufig Bluthochdruck bei Menschen unter 35 Jahren diagnostiziert wird, und berechneten dann, bei wie vielen davon der Blutdruck tatsächlich zu hoch ist.

Das Resultat: In den meisten Fällen ist die Diagnose Bluthochdruck falsch. Der Grund für die häufigen Fehldiagnosen liegt laut der Zeitschrift "British Medical Journal" darin, dass der Blutdruck tagesbedingt stark schwanken kann. Daher empfehlen die Forscher, die Diagnose entweder erst nach mehreren Blutdruckmessungen zu stellen oder aber den Schwellenwert höher anzusetzen. (APA/AP)

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