Belgrad: Familien gedachten der Opfer der NATO-Luftangriffe

25. April 2004, 15:37
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16 Menschen wurden bei der Bombardierung des eines Fernsehsenders 1999 getötet - NATO: "Legitimes Ziel"

Belgrad - Die Familien von 16 früheren Mitarbeitern des staatlichen TV-Senders haben Donnerstagnacht in Belgrad des fünften Todestages ihrer Angehörigen gedacht, die im Zuge des NATO-Bombardements am 23. April 1999 im Sendergebäude ums Leben gekommen waren. Die Familienangehörigen versammelten sich Punkt 2.04 Uhr am Ort des Geschehens.

Benutzung der Luftschutzräume untersagt

Der frühere Direktor des staatlichen TV-Senders Dragoljub Milanovic, der seinen Mitarbeitern die Benutzung der Luftschutzräume untersagt hatte, obwohl das Sendergebäude von der NATO als legitimes Ziel bezeichnet worden war, befindet sich seit Anfang des Vorjahres im Gefängnis. Milanovic ist zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt.

Der serbische Präsidentschaftskandidat Tomislav Nikolic, der als Favorit bei der bevorstehenden Wahl im Juni gilt, kündigte unterdessen an, dass er Milanovic begnadigen würde. Diese Aussagen lösten unter den Familien der Opfer heftigen Protest hervor. (APA)

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    Der Direktor TV-Senders Dragoljub, Milanovic, hatte seinen Mitarbeitern die Benutzung der Luftschutzräume untersagt.

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