Erneut Kämpfe zwischen Armee und Rebellen in Burundi

25. April 2004, 15:36
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Einseitige Waffenruhe hält nicht

Bujumbura - Weniger als 24 Stunden nach der Verkündung eines einseitigen Waffenstillstands im ostafrikanischen Bürgerkriegsland Burundi haben sich Armee und Rebellen wieder Kämpfe geliefert. FLN-Rebellen und das Militär bezichtigten sich am Donnerstag gegenseitig, wieder zu den Waffen gegriffen zu haben. Demnach gab es in der Region Burima, rund 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bujumbura, erneut Kämpfe. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die FLN-Rebellen hatten zuvor den einseitigen Waffenstillstand ausgerufen.

Die Hutu-Rebellen der FLN kämpfen seit 1993 gegen die von der Volksgruppe der Tutsi dominierte Regierungsarmee. In dem Bürgerkrieg kamen nach UN-Angaben bisher rund 300.000 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Hutu stellen zwar den größten Teil der Bevölkerung, die Schlüsselpositionen im Land werden jedoch von Tutsi besetzt. (APA)

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