Nordkorea bestätigt indirekt Zugunglück

23. April 2004, 10:25
6 Postings

Regierung in Pjöngjang bat angeblich Rotes Kreuz um Hilfe - Bis zu 3.000 Opfer bei Zusammenstoß zweier Güterzüge

Peking - Die nordkoreanische Führung hat indirekt Berichte über das schwere Zugunglück nahe der Grenze zu China bestätigt. Die Regierung in Pjöngjang habe am Freitag das Rote Kreuz gebeten, sich zum Unglücksort zu begeben, sagte ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation.

Unter den Toten und Verletzten des verheerenden Bahnunglücks dürften sich indes auch Chinesen befinden. Ein Chinese sei sofort getötet worden. Zwei andere seien schwer verletzt worden, berichtete das chinesische Außenministerium in Peking. Die Schwerverletzten lägen im Krankenhaus der nordkoreanischen Grenzstadt Sinuiju.

Zusätzlich seien zehn chinesische Staatsbürger leicht verletzt im Krankenhaus von Ryongchon unweit der Grenze zu China behandelt worden, wo das Unglück passierte. Die Explosion habe 20 Häuser von Chinesen, die dauerhaft in der Stadt lebten, zerstört. Auch seien Dächer weggerissen worden. Die Kommunikationsverbindungen nach Ryongchon seien unterbrochen, berichtete das Außenministerium. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Satelitenbild vom Katastrophengebiet

Share if you care.