Britische Regierung kündigt Maßnahmen gegen illegale Einwanderung an

24. April 2004, 13:33
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Erschleichen von Aufenthaltsgenehmigungen soll erschwert werden

London - Die britische Regierung hat eine Reihe neuer Maßnahmen gegen die illegale Einwanderung angekündigt. Illegal in Großbritannien arbeitenden Ausländern soll es damit erschwert werden, sich eine Aufenthaltsgenehmigung zu erschwindeln, wie Innenminister David Blunkett am Donnerstag in London erklärte. Unter anderem sollen Standesbeamte künftig Paaren die Trauung verweigern dürfen, wenn der Verdacht einer Scheinehe besteht. Der Minister kündigte zudem die Überprüfung von Sprachschulen an, die Kurse für Ausländer anbieten.

Keine Kurse mehr zum Schein

Viele der illegal in Großbritannien arbeitenden Ausländer schreiben sich zunächst an den Hochschulen oder Sprachschulen des Landes ein, um so an ein Studenten-Visum zu kommen. In mehreren Fällen hatten private Sprachschulen nur zum Schein Kurse angeboten. Dieser Praxis will die britische Regierung nun einen Riegel vorschieben. Die privaten Sprachschulen sollen von den Behörden jährlich überprüft und mit einem Echtheits-Zertifikat versehen werden. Auch sollen die Schulen künftig die Behörden informieren, wenn ein Ausländer zwar eingeschrieben ist, aber nicht zum Unterricht erscheint. (APA)

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