Tankwaggons können tagelang brennen

25. April 2004, 21:14
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Sperrkreis von mindestens einem Kilometer nötig - Feuer dieser Größe kann zu unberechenbaren Explosionen führen

Wien - Bei Unglücken mit Treibstofftanks kann es zu tagelangen Bränden kommen, erklärte der Schadstoffexperte der Berufsfeuerwehr Wien, Roman Sykora. Vor allem bei mehreren Waggons sei die Gefahr groß, dass das Feuer für die Einsatzkräfte unbeherrschbar werden könnte: "Wenn sich das einmal aufschaukelt, haben sie kaum eine Chance."

100 bis 200 Metern hohe Flammen

In solchen Fällen gelte eine Sperrzone von mindestens einem Kilometer rund um die Unglücksstelle, sagte er. Innerhalb dieses Kreises sei die Gefahr von Explosionen und umherfliegenden Splittern zu groß. Am gefährlichsten seien Tanks mit Flüssiggas einzustufen, denn diese explodieren erst bei Erreichen des Überdruckes: "Dann wird es aber schlagartig freigesetzt." Dabei können sich Flammenwolken mit Durchmessern von 100 bis 200 Metern bilden.

Wird ein solcher Gastank bereits von den anderen zu lange beflammt, müssen sich irgendwann auch die Einsatzkräfte zurückziehen, weil das Risiko einer Explosion zu groß ist, sagte Sykora. Wenn ganze Tankzüge involviert seien, könne man im Extremfall, nur mehr abwarten und zuschauen, bis das Feuer ausgebrannt ist. (APA)

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