Blair schließt Verstärkung britischer Truppen aus

23. April 2004, 13:11
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Premier: UNO bleibt "glaubwürdige Macht" im Irak

London - Nach den Bombenanschlägen mit 68 Toten im südirakischen Basra hat der britische Premierminister Tony Blair eine Verstärkung der dort stationierten britischen Truppen ausgeschlossen. Es gebe keine Pläne, "weitere Truppen in den Irak zu schicken", sagte Blair am Donnerstag in London. Zuvor hatte Außenminister Jack Straw in einem Interview mit dem Rundfunksender BBC gesagt, wenn Verstärkung benötigt werde, werde es nach seiner Ansicht "keine politischen Bedenken" dagegen geben. Straws Aussagen seien eine "Feststellung des Offensichtlichen", denen er (Blair) nicht die Bedeutung geben würde, dass "wir daran sind, das oder irgendetwas anderes zu tun".

Großbritannien, wichtigster Verbündeter der USA im Irak, beteiligt sich mit rund 8000 Soldaten an den US-geführten Koalitionstruppen. Bis zu den Anschlägen in Basra am Mittwoch war die britische Besatzungzone im Süden des Landes von Gewalt und Unruhen eher verschont. Die Urheber der Anschlagsserie bezeichnete Blair als "böse, barbarische Menschen, die die Zukunft Iraks nicht im Würgegriff halten dürfen".

UNO bleibt "glaubwürdige Macht" im Irak

Die Vereinten Nationen blieben eine "glaubwürdige Macht" im Irak, betonte Blair. Die UNO sei die Organisation "im Irak und in der Weltgemeinschaft" mit der "internationalen Legitimität", um den Machtransfer im Irak "zu beglaubigen und helfend zu leiten". Der für den 30. Juni geplante Machttransfer sei ein "entscheidender Augenblick" in der Entwicklung des Iraks, sagte Blair. (APA/AFP)

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