Ukraine und Georgien ziehen Truppen nicht ab

22. April 2004, 15:53
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23 der 450 bulgarischen Soldaten sollen zurückkehren

Kiew/Tiflis/Sofia - Die früheren Sowjetrepubliken Ukraine und Georgien wollen ihre Soldaten, anders als Spanien, nicht aus dem Irak abziehen. "Die Ukraine ist zu einer Friedensmission in den Irak gekommen", sagte Präsident Leonid Kutschma am Donnerstag auf der Halbinsel Krim. Vor dieser Aufgabe werde sie nicht davonlaufen, fügte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax hinzu. An eine Aufstockung des 1.650 Mann zählenden Kontingents sei aber nicht gedacht.

Georgien will aufstocken

Georgien wolle seine Truppe im Irak bis Juni sogar von 160 auf 550 Mann aufstocken, kündigte ein ranghoher Militär in Tiflis an. Tiflis wolle eine wichtige Rolle im euro-atlantischen Sicherheitssystem spielen und halte deshalb die Teilnahme an Operationen wie im Irak für notwendig.

Bulgarien will 23 Soldaten abziehen

Der bulgarische Außenminister Solomon Passi bekräftigte ebenfalls den Verbleib der im Irak stationierten Soldaten des Balkanlandes. Allerdings sollen in Kürze 23 der 450 Mann in die Heimat zurückkehren. Wie Generalstabschef Nikola Kolew am Donnerstag in Sofia mitteilte, haben 13 Bulgaren ihren weiteren Einsatz im Irak wegen des gestiegenen Risikos verweigert, andere litten unter "Kampfstress" nach den bewaffneten Auseinandersetzungen in Kerbala, wo das bulgarische Kontingent seit August 2003 stationiert ist. (APA/dpa)

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