Fischer will "50 plus x", Ferrero "1:0"

25. April 2004, 16:58
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Der SPÖ-Kandidat erwartet viele FPÖ-Stimmen - Die ÖVP-Kandidatin distanziert sich vom "Umvolkungs"-Sager von RFJ-Gudenus

Wien - SPÖ-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer erwartet, dass ein Viertel bis ein Drittel der FPÖ-Wähler ihm am Sonntag bei der Hofburg-Wahl ihre Stimme geben werden. Folgerichtig zeigte er sich am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal" auch zuversichtlich, den Urnengang für sich zu entscheiden. Für sich erwartet er ein Ergebnis von "50 plus x". Nicht weniger optimistisch gibt sich seine Kontrahentin Benita Ferrero-Waldner (V): Sie glaubt an ein "1:0" - allerdings logischer Weise zu ihren Gunsten.

Zurückhaltung zu Haider-Angelobung

Fischer zeigte sich einmal mehr zurückhaltend, was eine allfällige Angelobung des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (F) als Regierungsmitglied betrifft. Denn auch bei einem Landeshauptmann könne etwas passieren, was zur Folge habe, dass die Person nicht akzeptabel sei. Grundsätzlich sei die Frage, ob ein Landeshauptmann später auch Minister sein könne, aber zu bejahen.

Distanzierung von Gudenus

Ferrero-Waldner distanzierte sich in einem parallel geführten Interview von Aussagen des Chefs der Freiheitlichen Jugend Johann Gudenus, der im Zusammenhang mit dem Einbürgerungsrekord in Österreich von "systematischer Umvolkung" gesprochen hatte. So etwas würde nie zu ihrem Sprachgebrauch gehören, erklärte die Außenministerin: "Das ist jedenfalls ein Sager, zu dem ich mich auch äußern würde."

Vergleich?

Überhaupt würde sie sich für eine sensiblere Sprache einsetzen, meinte die Außenministerin, die sich in diesem Zusammenhang über den Ausdruck "Pensionsraub" erregte: "Der hat mir genauso gar nicht gefallen." Zur Nachfrage, ob sie die beiden Begriffe vergleichen wollte, meinte Ferrero-Waldner: "Ich vergleiche überhaupt nichts." (APA)

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    Die KandidatInnen zeigen sich im Wahlkampf-Finish gleichermaßen optimistisch

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