Pakistan erwägt Entsendung von Truppen zum Schutz von UNO-Mitarbeitern

23. April 2004, 13:08
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Malaysia: Beteiligung weiterer islamischer Staaten möglich

Putrajaya - Pakistan erwägt die Entsendung von Soldaten zum Schutz von UNO-Mitarbeitern im Irak. Die Regierung in Islamabad habe eine entsprechende Anfrage der USA erhalten, sagte Außenminister Khurshid Mahmud Kasuri am Donnerstag am Rande eines Treffens der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) im malaysischen Putrajaya. Diese Truppen sollten ausschließlich für den Schutz der UNO im Irak zuständig sein, nicht jedoch für die Durchsetzung von Recht und Ordnung, sagte der Minister. "Die Entscheidung unserer Regierung wird von den Wünschen des irakischen Volkes abhängen."

Auch Malaysia und weitere islamische Staaten schlössen die Entsendung von Soldaten nicht aus, sagte der malaysische Außenminister Syed Hamid Albar am Rande der OIC-Konferenz. Ein solcher Einsatz komme allerdings nur in einer UNO-Friedenstruppe in Frage.

Der kürzlich zum US-Botschafter für den Irak bestimmte Repräsentant Washingtons bei der UNO, John Negroponte, hatte in der vergangenen Woche gesagt, die USA planten eine internationale Friedenstruppe zum Schutz der UNO im Irak. Die Truppe solle unter US-Kommando stehen. Die UNO hatte ihre ausländischen Mitarbeiter aus dem Irak abgezogen, nachdem im vergangenen August bei einem Anschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad 22 Menschen getötet worden waren, unter ihnen der UNO-Sondergesandte Sergio Vieira de Mello. (APA)

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