"Mein Vater erkennt niemanden mehr"

28. April 2004, 10:04
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Sohn von Harald Juhnke erzählt über die Veränderungen, das Heim für Demenzkranke und die verletzte Intimsphäre

Berlin - Der seit mehr als zwei Jahren in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebende Schauspieler Harald Juhnke (74) erkennt niemanden mehr.

"Die Erkrankung schreitet voran und teilt sich ein in mehrere Stadien, und er hat sich von seiner geistigen Situation deutlich verschlechtert", sagte der Sohn und Arzt Peer Juhnke in der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner". Bei seinem letzten Besuch zu Weihnachten habe ihn sein Vater nicht mehr erkannt und auch nicht mehr auf Ansprache reagiert. Er werde ihn im Mai wieder besuchen.

Kritik an Buch von Juhnkes Frau Susanne

Er wünsche sich für seinen Vater, dass er in der Zeit, die ihm noch bleibe, nicht leiden müsse, sagte Peer Juhnke. Er kritisierte in der Sendung erneut die Veröffentlichung des Buches "In guten und in schlechten Tagen" von Harald Juhnkes Frau Susanne. Hier seien die Persönlichkeitsrechte beziehungsweise die Intimsphäre seines Vaters "eklatant verletzt" worden. In einem vom ZDF am gleichen Abend ausgestrahlten Juhnke-Porträt in der Sendereihe "Idole" sagte Susanne Juhnke, ihr Mann lebe zunehmend in seiner eigenen Welt und sie hoffe, "dass er darin glücklich ist". (APA/dpa)

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    Beim letzten Besuch zu Weihnachten hat Harald Juhnke seinen Sohn nicht mehr erkannt

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