UNO-Mission im Kongo befürchtet neue Konflikte an Grenze zu Ruanda

23. April 2004, 13:07
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Patrouillen verstärkt - Appelle an die Regierungen

Kinshasa/Nairobi - Die UNO-Mission im Kongo befürchtet neue Konflikte an der Grenze zu Ruanda und hat ihre Patrouillen verstärkt. Sollten sich Berichte über Angriffe von Hutu-Milizen aus dem Kongo auf Ruanda bestätigen, stelle dies eine erhebliche Gefahr für den Frieden in der ganzen Region dar, betonte die UNO-Mission (MONUC) am Mittwoch in Kinshasa. Sie appellierte an die Regierungen der Demokratischen Republik Kongo und Ruandas, ihrer Verantwortung für die Sicherheit in dem Grenzgebiet nachzukommen.

Die ruandesische Regierung hatte vor zwei Wochen behauptet, sie habe einen Angriff von Hutu-Milizen aus dem Kongo zurückgeschlagen und dabei 16 Kämpfer getötet. Eine unabhängige Bestätigung für diesen Vorfall gab es nicht. MONUC-Mitarbeiter halten es nicht für ausgeschlossen, dass Ruanda nach einem Vorwand sucht, um selbst wieder auf kongolesisches Gebiet vorzudringen. "Es ist zu befürchten, dass es dort wieder zu einer militärischen Konfrontation kommt", sagte ein ranghoher MONUC-Mitarbeiter. (APA/dpa)

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