Forellen sollen Rom vor Terroranschlägen schützen

22. April 2004, 19:26
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Als Frühwarnsystem im Trinkwasser für chemische Substanzen

Rom - Mit dem Einsatz von Regenbogenforellen will Rom die Gefahr von Terroranschlägen weiter verringern. Wie die Behörden der italienischen Hauptstadt am Mittwoch mitteilten, wurden die Fische zu Hunderten an strategisch wichtigen Stellen des Trinkwassernetzes der Millionenstadt ausgesetzt. Dort sollen sie als Frühwarnsystem für giftige Substanzen dienen und somit einen Versuch zur Gifteinleitung rechtzeitig anzeigen.

Die Forellen reagierten extrem sensibel auf giftige Substanzen, sagte Massimiliano Salvi, der für die Überwachung eines Teils des Trinkwassernetzes zuständig ist. "Die Fische werden nun 24 Stunden lang jeden Tag im Jahr von Videokameras überwacht. Wenn sie sterben oder beeinträchtigt sind, wird sofort eine Wasserprobe entnommen und auf giftige Substanzen überprüft."

Der Einsatz der Forellen erinnert die Römer an die Geschichte von den "Gänsen des Kapitols". Während der Belagerung Roms durch die Gallier im vierten Jahrhundert vor Christus warnten die Tiere mit ihrem Geschnatter die Belagerten vor einem nächtlichen Angriff, der daraufhin abgewehrt werden konnte. (APA/AFP)

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    Die Regenbogenforelle reagiert sehr empfindlich auf Beeinträchtigungen des Wassers.

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