Ferrero-Waldner über NS-Zeit: "Schon immer klare ablehnende Haltung"

21. April 2004, 19:34
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VP-Kandidatin zur "ordentlichen Beschäftigungspolitik": Aussage war vor über dreizehn Jahren, Haider hatte Folgen zu tragen

Linz - "Ich habe zur NS-Zeit und ihrem Gedankengut schon immer eine sehr klare ablehnende Haltung eingenommen", betonte heute, Mittwoch, Präsidentschaftskandidatin Dr. Benita Ferrero-Waldner, "das Gedankengut dieser Zeit gehört weder zu meinem Denken und schon gar nicht zu meinem Sprachgebrauch."

Verjährt

Zu den Aussagen der "ordentlichen Beschäftigungspolitik" stellte Ferrero-Waldner klar fest: "Diese Aussage war vor mehr als dreizehn Jahren, Jörg Haider hat die Folgen zu tragen gehabt und wurde deshalb im Kärntner Landtag abgewählt." Ferrero-Waldner betonte, sie werde als Bundespräsidentin gegen alles kämpfen, was unsere Demokratie gefährdet.

Viel für Aufarbeitung getan

Die ÖVP-FPÖ-Regierung hat mehr als jede andere sehr viel für die Aufarbeitung unserer Geschichte getan und hat mehr als 800 Millionen Euro für die Entschädigung von NS-Opfern zur Verfügung gestellt.

Jörg Haider sei gerade wieder zum Landeshauptmann gewählt worden. Die SPÖ habe entgegen ihrer und Heinz Fischers bisherigen Haltung mit ihm einen Pakt geschlossen, so Ferrero-Waldner abschließend.

Broukal: Grüne "Mauer der Gleichgültigkeit" wankt

Der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen hatte zuvor "Respekt und Anerkennung" für die Haltung von SP-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer beim Hearing mit den Freiheitlichen geäußert und Ferrero-Waldner aufgefordert, "in ähnlicher Weise eine klare Haltung an den Tag zu legen". SP-Wissenschaftssprecher Josef Broukal meinte dazu am Rande der Bundesländer-Tour von SP-Kandidat Heinz Fischers, die "Mauer der Gleichgültigkeit" der Grünen gerate offenbar langsam ins Wanken. (red/APA)

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    Ferrero-Waldner über die Aussagen Haiders zur "ordentlichen Beschäftigungspolitik": "War vor mehr als dreizehn Jahren, Jörg Haider hat die Folgen zu tragen gehabt und wurde deshalb im Kärntner Landtag abgewählt."

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