EU schreibt Tunnelausbau vor

28. April 2004, 09:23
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Neue Sicherheitsrichtlinie zielt auf Hauptverkehrsachsen ab - mit Grafik

Wien - Europas Tunnel sollen sicherer werden. Zumindest jene, die länger als 500 Meter sind und an Hauptverkehrsverbindungen liegen, beschloss Dienstagabend das EU-Parlament in Straßburg. Neben genauen Regelungen für Sicherheitseinrichtungen müssen auf stark befahrenen Straßenstücken einröhrige Tunnel auch ausgebaut werden, schreibt die neue Bestimmung vor.

Über 500 der von manchen Autofahrern gefürchteten Straßenbauten gibt es in der Union, mit 64 liegt Österreich hinter Italien an der zweiten Stelle. Die einröhrigen könnten hierzulande "zum Knackpunkt" werden, prophezeit Willy Matzke vom ÖAMTC.

Mehr als 10.000 Fahrzeuge pro Tag und Richtung

Passieren mehr als 10.000 Fahrzeuge pro Tag und Richtung den Tunnel, ist künftig eine zweite Röhre verpflichtend. Ist die Straße weniger stark frequentiert, wird eine zweite Röhre dann fällig, wenn sich nicht alle 500 Meter eine Fluchtmöglichkeit einbauen lässt.

Bis dahin ist aber noch Zeit, als ersten Schritt müssen die Mitgliedsländer nun einen Statusreport erstellen, danach einen Zeitplan für die geplanten Adaptierungsmaßnahmen. Die übrigen Bestimmungen erfüllt Österreich zum Teil bereits. (APA, moe, DER STANDARD Printausgabe 22.4.2004)

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    Einröhrige Tunnel auf Österreichs Hauptstrecken

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    Passieren mehr als 10.000 Fahrzeuge pro Tag und Richtung den Tunnel, ist künftig eine zweite Röhre verpflichtend.

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