Gartenmöbel aus Tropenholz

30. April 2004, 20:15
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Jahrelang war das Holz wegen der Zerstörung von Urwald und Tierwelt verpönt - nun wird es wieder in den Bau- und Möbelhäusern angeboten

Wien - Tropenhölzer wie Teak oder Jatoba stehen hoch im Kurs. Möbelhäuser und Baumärkte, aber auch die Käufer tragen zur "Urwaldzerstörung XXL" - im großen Stil - bei, kritisiert der WWF.

Dabei seien sich viele Konsumenten nicht bewusst, dass ihre Gartenliege oder Saunabank aus Regionen stammen können, die von der Holzindustrie zerstört werden. Jährlich gehen laut WWF 14 bis 16 Millionen Hektar tropischer Urwald und damit der Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere verloren.

Händler wie Lutz, Leiner, Bauhaus und Hagebau sollen darauf achten, woher der Rohstoff ihrer Holzprodukte stammt.

Mehr Informationen über die Herkunft des Holzes

"Viele Konsumenten wissen nicht, dass sie beim Kauf derartiger Hölzer Gefahr laufen, Holz aus illegalen Quellen zu erwerben", sagte WWF-Waldexperte Marc-Alexander Groß. "Auch viele Händler wissen nicht, dass sie oft Anteile an illegalem Holz in ihrem Warenangebot haben können." Einrichtungshäuser und Baumärkte sollen mit ihren Zulieferern Lösungen erarbeiten. Die Käufer könnten in den Geschäften Informationen zur Herkunft des Holzes einfordern, so der WWF; wobei die Angabe "Plantagenholz" wenig aussagekräftig und kein anerkanntes Gütesiegel wie das FSC-Zertifikat sei. (APA)

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    Bei Tropenholz wie Teak steht der Kunde oft ratlos vor dem Problem, dass er nicht erörtern kann ob es sich um "ökologisch" korrektes Holz handelt oder nicht

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