Litauen privatisiert Börse von Vilnius

11. Februar 2005, 15:39
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Omhex soll Zuschlag erhalten haben - Keine offizielle Bestätigung

Vilnius - Omhex, der größte Betreiber von Börsen in Nordeuropa, soll den Zuschlag für eine Beteiligung an der National Stock Exchange of Lithuania (NSEL) und der Wertpapiersammelbank CSDL (Central Securities Depository of Lithuania) erhalten haben, berichtet der Baltic News Service unter Berufung auf inoffizielle Quellen.

Der für das Baltikum zuständige Omhex-Manager Gert Tiivas erklärte am Montag gegenüber BNS, er habe bisher von der staatlichen Privatisierungsagentur keine Bestätigung für den Bericht erhalten. Die Privatisierungsagentur hat nach eigenen Angaben den Gewinner der Ausschreibung zu Verhandlungen eingeladen, dessen Namen aber nicht bekannt gegeben.

Sowohl Omhex als auch ein Bieterkonsortium - bestehend aus der Warschauer Börse, der polnischen Wertpapiersammelbank und der Euronext-Allianz europäischer Börsen - haben bestätigt, Beteiligungsangebote für die NSEL und die CSDL abgegeben zu haben. Omhex hat bereits Anfang März von Minderheitsaktionären mehr als 25 Prozent der NSEL-Anteile übernommen und bei der Börsenaufsichtsbehörde um eine Genehmigung für die Übernahme von 34 Prozent der Anteile an der Börse in Vilnius angesucht.

Omhex ist bereits Eigentümer der Börsen von Estland, Lettland, Finnland und Schweden. Der Euronext-Allianz gehören die Börsen von Amsterdam, Brüssel, Paris und Lissabon an. Die litauische Privatisierungsagentur verkauft 54,47 Prozent der Anteile an der NSEL und 32 Prozent der CSDL als Gesamtpaket und will dafür mindestens 7,45 Mio. Litas (2,16 Mio. Euro).(APA)

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