Mädchen im Internet angeboten - Ermittlungen auch gegen drei Bieter

28. April 2004, 10:58
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Staatsanwaltschaft schloss einen üblen Scherz nicht aus

Nach dem Internet-Angebot zur Versteigerung eines achtjährigen Mädchens ermittelt die Polizei auch gegen drei angebliche Bieter wegen versuchten Menschenhandels. Bei ihnen werde ebenso wie bei den beiden mutmaßlichen Anbietern geprüft, ob sie sich strafbar gemacht haben, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Erich Jung in Koblenz am Mittwoch.

"Echtes Funktionsspielzeug"

Ein Mann (35) und eine Frau (41) aus dem Westerwald hatten am Samstag auf der Internetseite des Auktionshauses eBay das Mädchen mit einem Foto als "echtes Funktionsspielzeug" angeboten. Die Staatsanwaltschaft schloss einen üblen Scherz nicht aus.

Keine Angaben

Die beiden Beschuldigten machten laut Jung in einer Vernehmung am Dienstag keine Angaben. Der Mann wolle sich aber später zu dem Fall äußern. Die Frau, die die Mutter des Mädchens ist, nahm sich einen Anwalt. Der 35-Jährige hatte zuvor nach Auskunft der Polizei in München gesagt, beide hätten nur als Test zeigen wollen, was alles in eBay "abläuft". Die Auswertung der Festplatten der am Dienstag in ihren Wohnungen beschlagnahmten zwei Computer wird nach Jungs Worten "nicht kurzfristig" abgeschlossen sein.

Auf das nach wenigen Stunden gelöschte Internet-Angebot hatten drei angebliche Bieter mit Decknamen zwischen 4,50 und 25,50 Euro geboten. Laut Jung war vorerst noch unklar, wo sie wohnen. (APA/dpa)

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