Österreichisch-mongolischer Wissensaustausch

26. April 2004, 18:23
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Akademischer Kulturverein fabula startet "Medical Health Project Mongolia 2003"

Innsbruck - Österreichische und mongolische Ärzte haben im vergangenen Sommer im Rahmen des Fortbildungskurses "Medical Health Project Mongolia 2003" in der Mongolei ihr Wissen ausgetauscht. An der zwei Wochen dauernden Ausbildung nahmen über zwanzig österreichische und 160 mongolische Mediziner teil. Das Projekt wurde vom Akademischen Kulturverein fabula in Innsbruck ins Leben gerufen und am Mittwoch vorgestellt.

19 Ärzte, drei Physiotherapeuten und eine Diplomkrankenschwester sowie mehrere Mitglieder von fabula hatten nach Angaben des Vereins in 16 verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen im Universitätskrankenhaus und zwei weiteren Krankenhäusern in Ulan Bataar im August 2003 Theorie und Praxis weitergegeben. Ihre mongolischen Kollegen hätten auf diese Weise Wissen aus erster Hand von österreichischen Experten erhalten. Dieses Fortbildungsforum brachte laut fabula zum ersten Mal österreichische Mediziner in so vielen Fachdisziplinen gleichzeitig in die Mongolei.

Gemeinsame Therapiemöglichkeiten

Zusätzlich transportierte der Verein nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst sowie dem Bundesministerium für Frauen und Gesundheit medizinische Geräte und Medikamente im Wert von über 100.000 Euro in die Mongolei.

Die österreichischen Ärzte lehrten fabula zufolge in Theorie und Praxis über acht Stunden täglich zehn Tage lang jeweils zehn mongolische Kollegen moderne westliche Medizin. Im Gegenzug hätten die Mongolen den österreichischen Medizinern ihre alternativen medizinischen Verfahren gezeigt und das tägliche Arbeiten unter deutlich erschwerten Bedingungen erläutert. Neben Vorträgen seien gemeinsam Patienten untersucht und Therapiemöglichkeiten erarbeitet worden.

Computernetzwerk und EDV-Entwicklungsprojekt

Das österreichische Ärzteteam wurde von einem EDV Team von fabula ergänzt, das während des zweiwöchigen Aufenthaltes ein Computernetzwerk in der Universitätsklinik in Ulan Baatar sowie ein weiteres EDV-Entwicklungsprojekt errichtete.

Für 2004 ist laut fabula eine dreimonatige Ausbildung für ein bis zwei der qualifiziertesten mongolischen Kursteilnehmer in Österreich vorgesehen. Diese Maßnahmen unterstütze das Eurasia Pacific Uninet mit Stipendien für Mitarbeiter und Studenten der medizinischen Universität des mongolischen Bildungsministeriums. Finanziert wurde das Projekt nach Angaben des Vereins durch verschiedene öffentliche und private Förderungen, sowie aus dem fabula Spendenkonto. (APA)

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