Im Irak vermisster Däne tot aufgefunden

22. April 2004, 13:27
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Dänische Regierung wegen veröffentlichter Geheimdienst-Dokumente unter Druck

Kopenhagen - Ein im Irak vermisster dänischer Geschäftsmann ist tot aufgefunden worden. Das teilte das Außenministerium in Kopenhagen am Mittwoch mit. Die Leiche des Vermissten sei am 12. April von irakischen Polizisten gefunden worden, hieß es. Der Mann wurde seit dem 11. April vermisst. Die Informationen habe man seitens der US-Zivilverwaltung in der Nacht auf heute erhalten, teilte das Kopenhagener Ministerium. Es gebe keine Angaben zum Todeszeitpunkt oder sonstige nähere Umstände.

Die dänische Regierung, die den Irak-Krieg der USA unterstützt hat, hatte am Montag zehn bisher als vertraulich eingestufte Geheimdienstberichte über die angebliche Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen veröffentlicht. Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen wollte damit den Vorwurf entkräften, er habe das Parlament vor eineinhalb Jahren bezüglich der irakischen Waffen belogen. Rasmussen wies die Forderung des sozialdemokratischen Oppositionschefs Mogens Lykketoft nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zurück. (APA/AP)

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