Fed Cup: Hoffen auf den Aufstieg

21. April 2004, 23:04
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Gelingt den österreichischen Damen am Wochenende in St. Pölten ein Sieg gegen die Slowakei, winkt ein Heim-Duell mit den USA

Wien - Für Österreichs Fed-Cup-Damen wird es am Samstag (13:05 Uhr/live TW1 ab 14:30) und Sonntag (12:00/live TW1) erstmals seit Juli 2003 wieder ernst: Barbara Schett, Barbara Schwartz, Patricia Wartusch und Sybille Bammer treffen in St. Pölten in der ersten Weltgruppen-Runde auf die Slowakei, immerhin Fed-Cup-Sieger 2002. Es geht dabei nicht nur um den Einzug ins Viertelfinale und den damit verbundenen vorzeitig gesicherten Verbleib in der Weltgruppe, sondern im Falle eines Sieges um ein mögliches lukratives Heimspiel gegen die USA im Juli.

"Die Chancen sind sicher gestiegen"

Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar sieht die Ausgangslage nach der Absage von Daniela Hantuchova verbessert. "Die Chancen sind sicher gestiegen. Hantuchova ist doch ein anderes Format, auch wenn die anderen Spielerinnen im Ranking auch ganz gut sind. Aber Schett hat jetzt von allen Teilnehmerinnen als 55. das beste Ranking." Die Slowakinnen treten mit Lubomira Kurhajcova (WTA-Ranking 65), Martina Sucha (70), Ludmila Cervanova (72) und Janette Husarova (161) an. Letztere ist im Doppel sehr stark, was sie zuletzt mit dem Titel in Estoril bewiesen hat. Sie ist nun 14. im Doppelranking.

Fixleiberl für Schett

Ein fixes Einzel-Leiberl im Team hat laut Tesar nur Schett, und auch das Doppel Schett/Wartusch ist vorläufig erste Wahl für den Kapitän. Die zweite Einzelspielerin muss sich im Training empfehlen, das ÖTV-Team reiste am Dienstag in die niederösterreichische Hauptstadt.

Hoffen auf die USA

Tennis Austria kalkuliert für diese Heimpartie freilich nicht mit dem großen Geld. "Wenn alle Beteiligten ihre Versprechen einhalten, werden wir einen kleinen Gewinn machen, sonst steigen wir pari aus", meint ÖTV-Generalsekretär Martin Reiter, der zumindest 1.000 Zuschauer erwartet. Allerdings hofft er auf einen Sieg, der dann am 10./11. Juli mit den USA (müssen dazu an diesem Wochenende in Slowenien reüssieren) ein lukratives Heimspiel gegen eine der besten Nationen der Welt bedeuten würde. "Wir beißen sozusagen jetzt in den sauren Apfel, in der Hoffnung, dass er im Juli dann umso süßer wird", sagte Reiter.

Ein Sieg über die Slowakei würde dem ÖTV-Team wohl auch die Zugehörigkeit zur Weltgruppe I ab 2005 sichern. Erst im September soll die Wiedereinführung eines bereits einmal gewählten Modus beschlossen werden, nachdem die besten acht Nationen in der Weltgruppe I und die nächsten acht in der Weltgruppe II spielen sollen.(APA)

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