Störche, Drachen und Clubbings

1. Juli 2005, 13:47
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Heimat von einem Viertel aller Störche weltweit - Beliebteste Persönlichkeit ist der Papst, populärste Sagenfigur ein Drache

Im Folgenden ein etwas "anderes Stichwort" zum besseren Verständnis von Land und Leuten:

- LIEBSTE FREIZEITBESCHÄFTIGUNG:
Clubbings (besonders bis zum 30. Lebensjahr) Die beliebteste sportliche Aktivität ist das Radfahren.

- LIEBLINGSFERNSEHSENDUNG:
Die polnische Fernsehserie "M jak milosc" (L wie Liebe) mit durchschnittlich 9,910.000 Zuschauern. Beliebt sind auch Bewerbe im Skispringen (Adam Malysz hatte im Februar 2003 in Val di Fiemme 11,461.000 Zuschauer).

- NATIONALGERICHT:
bigos (Sauerkrauteintopf mit Fleisch und Schwammerln) und czernina (Gänseblutsuppe).

- BELIEBTESTES GETRÄNK:
Bier - Auf jeden Polen entfällt pro Jahr ein Bierkonsum von 68 Litern. Laut Statistik trinkt jeder Pole an 79 Tagen im Jahr Bier und an 37 Tagen Wodka.

- WAPPENTIER:
Weißer Adler TYPISCHES TIER: Storch. In Polen brüten 40.000 Storchenpaare. Jeder vierte Storch weltweit ist in Polen zu Hause.

- LANDESHYMNE:
Der Vater der polnischen Nationalhymne, der Anwalt, Politiker, Dramatiker, Dichter und General Jozef Wybicki, war eine schillernde Figur. Als er im Juli 1797 im italienischen Reggio den Text zu dem Lied "Piesn Legionow Polskich" schrieb, um den General Dabrowski zu verabschieden, ahnte er nicht, dass er die spätere polnische Nationalhymne verfasst hatte. Wer allerdings die Melodie zum Text Wybickis komponierte, ist unklar. Fest steht, dass sich Wybicki einer populären Mazurka, eines polnischen Tanzes, bediente, der der polnischen Nationalhymne ihren Namen geben sollte: Heute kennt man sie als "Dabrowski-Mazurka" (Mazurek Dabrowskiego).

"Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben, was uns fremde Macht genommen, holen wir mit dem Säbel zurück. Auf, auf Dabrowski! Von Italien nach Polen, unter deiner Führung erreichen wir die Heimat. Über Weichsel, über Warthe, wir sind Polen, wir haben von Bonaparte gelernt - die Wege zum Sieg."

- NATIONALMÄRCHEN:
Smok Wawelski, der Drache des Wawel Der Sage nach lebte der Drache in einer kleinen Höhle am Fuße des Wawel-Hügels in Krakau. Viele Ritter versuchten erfolglos, ihn zu verjagen oder zu töten. Schließlich ging der Schuhmacher Dratewka mit einer List ans Werk: Er füllte ein Schaffell mit Schwefel und nähte es wieder zusammen. Der Drache hielt das Fell für ein Schaf und fraß es auf. Daraufhin bekam er riesigen Durst, lief an das Ufer der Weichsel und trank so lange, bis er wie ein Ballon zerplatzte. Heute steht der Drache in Bronze gegossen vor der Wawelhöhle in Krakau und spuckt jede Minute Feuer.

- BEKANNTESTE/BELIEBTESTE PERSÖNLICHKEIT:
Papst Johannes Paul II. Beliebtester Politiker ist Staatspräsident Aleksander Kwaniewski.

- AKTUELLE SPORTLICHE HÖCHSTLEISTUNGEN:
Die besten polnischen Sportler sind Adam Malysz (Skispringen), Robert Korzeniowski (Gehen), Mateusz Kusznierewicz (Segeln), Otylia Jedrzejczak (Schwimmen) und Agata Wrobel (Gewichtheben).

- GRÖSSTE TOURISTENATTRAKTIONEN:
Krakau - 3,6 Mio. Besucher, Tatra-Gebirge - 2,6 Mio. Besucher, Warschau - 2,5 Mio. Besucher (Stand: 2002)

- ENTWICKLUNG DER BEVÖLKERUNGSZAHL: (in Millionen)
1950 25,0
1960 29,8
1970 32,6
1978 35,1
1988 37,9
2002 38,2
2005 38,6*
2020 39,0*
2030 38,0*
(Quelle: Hauptamt für Statistik, *Prognose)

- AM WEITESTEN VERBREITETE VORNAMEN BEI MÄNNERN UND FRAUEN:
Piotr und Anna

- UNAUSSPRECHLICHE SPRACHE:
Ein Zungenbrecher ist "W Szczebrzeszynie chrzaszcz brzmi w trzcinie." (In Szczebrzeszyn summt ein Käfer im Schilf).

- VERBREITETE DEUTSCHE FREMDWÖRTER:
kartofel - Kartoffel;
burmistrz - Bürgermeister;
szynka - Schinken;
szychta - Schicht;
szyld -Schild; szwadron - Schwadron;
szpital - Spital;
sznaps - Schnaps;
szmugler - Schmuggler;
sznycel - Schnitzel;
rachunek - Rechnung;
pech - Pech;
kamerton - Kammerton;
harfa - Harfe.

- STEREOTYPEN:
Die Polen halten sich selbst für klug, schlau, tatkräftig, streitlustig und nörglerisch. Sie denken, das Ausland charakterisiere sie ebenfalls als streitlustig, aber zum Beispiel auch als korrupt, pfiffig, eingebildet und faul.

- ZAHL DER SCHEIDUNGEN:
20,2 Prozent aller Ehen werden geschieden.

- ANZAHL DER KINDER PRO FRAU:
1,25

- LEBENSERWARTUNG:
74,5 Jahre. Frauen werden älter als Männer: Die weibliche Lebenserwartung liegt bei 78,8, die männliche bei 70,4 Jahren. (APA)

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