Rumsfeld dämpft Hoffnung auf Verhandlungslösung in Falluja

22. April 2004, 09:52
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Wieder Kämpfe in zentralirakischer Stadt

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Kämpfe um die zentralirakische Stadt Falluja gedämpft. Die Chancen auf eine Verhandlungslösung mit den in der Stadt verschanzten Widerstandskämpfern seien gering, sagte Rumsfeld am Dienstag vor Journalisten in Washington. Allerdings werde der derzeitige Zustand "nicht endlos weitergehen". Das Problem der laufenden Verhandlungen sei, dass darin nur die "Stadtväter", nicht aber Abgesandte der Kämpfer eingebunden seien.

Unterdessen flammten am Morgen die Kämpfe in der westirakischen Widerstandshochburg Falluja wieder auf. Gegen 6.00 Uhr früh (4.00 Uhr MESZ) hätten US-Flugzeuge einige Viertel der Stadt zu bombardieren begonnen, berichteten Augenzeugen. US-Truppen belagern die Stadt seit Anfang April. Die Kämpfe waren aber vom US-Militär nach einer ersten Angriffswelle, bei der nach Krankenhausangaben 600 Iraker umkamen, ausgesetzt worden.

US-Verwaltungssprecher Dan Senor sagte am Dienstag, dass die Kampfhandlungen "in Ermangelung eines regulären Waffenstillstands ohne Vorankündigung wieder aufgenommen" werden könnten. (APA)

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