Haftstrafen für Attentatspläne gegen Fidel Castro

22. April 2004, 19:23
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Früherer CIA-Mitarbeiter unter Verurteilten - Kubas Staatschef macht USA für "weltweite Instabilität" verantwortlich

Panama-Stadt - Fünf Exilkubaner und ein Panamese sind am Dienstag wegen der Planung eines Attentats auf den kubanischen Staatschef Fidel Castro zu Haftstrafen zwischen sechs und acht Jahren verurteilt worden. Die Männer waren festgenommen, kurz nachdem Castro selbst über die Attentatspläne während eines iberoamerikanischen Gipfeltreffens im November 2000 in Panama berichtet hatte. Unter den Verurteilten ist auch der frühere CIA-Mitarbeiter Luis Posado Carriles, der schon an der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht 1961 beteiligt war.

Castro macht USA für "weltweite Instabilität" verantwortlich

Kubas Staats- und Parteichef Fidel Castro hat die USA für die "weltweite Instabilität" verantwortlich gemacht. "Der Terrorismus hat noch nie solche Ausmaße erreicht, und ihn haben hauptsächlich unsere Nachbarn erfunden", sagte Castro am Montagabend (Ortszeit) in einer Rede anlässlich des 43. Jahrestages der gescheiterten Invasion von Exilkubanern in der Schweinebucht.

Castro sagte außerdem, die US-Regierung solle sich keine Hoffnungen auf einen Systemwechsel in Kuba machen. "Sie verlieren ihre Zeit damit zu drohen, dass sie Revolution niederschlagen werden oder dass ich eines Tages sterbe", sagte der 77-jährige Revolutionsführer. (APA/AP)

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    Fidel Castro (77): "Sie verlieren ihre Zeit damit zu drohen, dass sie die Revolution niederschlagen werden oder dass ich eines Tages sterbe."

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