Rotes Kreuz vermisst "klare Worte" zur Asylpolitik

23. April 2004, 18:13
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Maier: "nach wie vor werden Flüchtlinge in die Obdachlosigkeit geschickt"

Wien - Das Österreichische Rote Kreuz vermisst im laufenden Präsidentschaftswahlkampf "klare Worte der beiden Kandidaten" zur Asylpolitik. Das Thema Flüchtlinge in Österreich habe im Wahlkampf bisher keine besondere Beachtung gefunden, kritisiert Rotkreuz-Präsident Fredy Maier am Dienstag in einer Aussendung. Insgesamt ist Maiers Bilanz zur Asylpolitik zehn Tage vor Inkrafttreten der 15a-Vereinbarung zur Flüchtlingsbetreuung "wenig erfreulich".

"Nach wie vor werden täglich Flüchtlinge in die Obdachlosigkeit geschickt", kritisierte Maier. "Ob sich die Flüchtlingssituation mit dem 1. Mai bessern wird, ist für mich fraglich", so Maier. Es gebe zwar auch einige erfreuliche Signale, "aber generell bin ich skeptisch". Bisher seien für 147 Flüchtlinge Unterkünfte gefunden worden, weiters versorge das Rote Kreuz seit vergangenem November 322 Flüchtlinge in einem Wiener Großquartier. Die Bemühungen um weitere Quartiere seien jedoch "durchwegs am politischen Willen gescheitert". (APA)

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