Sony erwartet höheren Gewinn

27. April 2004, 10:20
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Zweifel über Verkaufsziel der PSX-Spielekonsole

Der japanische Elektronikriese Sony rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem höheren Gewinn als bisher erwartet. Wie der zweitgrößte Hersteller von Konsumelektronik der Welt am Dienstag mitteilte, dürfte sich der Nettogewinn der Gruppe zum Bilanzstichtag 31. März auf 88 Mrd. Yen (677 Mio. Euro) belaufen, nachdem zuvor 55 Mrd. Yen veranschlagt worden waren. Hintergrund sind Wechselkurs-Gewinne sowie verbesserte Resultate im Film- und Finanzgeschäft.

Nach unten revidiert

Wegen zusätzlicher Kosten durch die laufenden Umstrukturierungen des Konzerns revidierte Sony jedoch die operative Gewinnprognose von 100 auf 99 Mrd. Yen nach unten. Beim Umsatz rechnet Sony mit 7,5 statt zuvor erwarteter 7,4 Bill. Yen. Die Bilanz wird am 27. April vorgelegt.

Sonys neue Spielekonsole PSX, eine der Innovationen, mit der Konzern-Chef Nobuyuki Idei das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen will, verkauft sich bisher möglicherweise nicht so gut wie erhofft. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg zitierte am Dienstag Analysten, wonach Sony das angepeilte Verkaufsziel von einer Million Geräten im ersten Jahr verfehlen könnte. Bis März habe das Unternehmen vermutlich gerade 150.000 der Konsolen ausgeliefert, hieß es.

Nichts Neues

Als Konsole sei die PSX nichts Neues und habe ansonsten nicht all die Funktionen, die ein Sony-DVD-Rekorder habe, nennen Analysten als Grund. Die PSX ist eine Kombination aus DVD-Rekorder und Playstation 2, dem Platzhirsch auf dem umkämpften Markt für Videospiele-Konsolen.

Japans führende Elektronikunternehmen dürften insgesamt nach Schätzungen von Analysten für das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich höhere Erträge ausweisen und auch im laufenden Geschäftsjahr (31. März 2005) weitere Zuwächse erzielen. Fumiaki Sato, Experte bei Deutsche Securities, warnte jedoch in einem Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Jiji vor einem Abflauen der Nachfrage nach digitalen Elektronikprodukten in der zweite Hälfte des Geschäftsjahres nach Ende der Olympiade in Athen. Dies würden die Konzerne jedoch vermutlich in ihren Prognosen nicht berücksichtigen.(APA/dpa)

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