Heute: GAK schont sich gegen Rapid

21. April 2004, 20:58
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Leistungsträger stehen im Viertelfinale nicht auf dem Hütteldorfer Rasen, Hickersberger wittert Chance - Erst 6.500 Karten abgesetzt

Wien - Für Rapid und den GAK hat der Viertelfinal-Schlager im ÖFB-Fußball-Stiegl-Cup am Mittwoch (19:00) im Hanappi-Stadion unterschiedlichen Stellenwert. Während der Rekordmeister aus dem Titelrennen ist und sich daher voll auf den Cup konzentriert, wiegt für die Grazer die Chance auf den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte schwerer als ein möglicher vierter Cup-Gewinn.

Rapid-Trainer Josef Hickersberger misst der Partie auch im Hinblick auf die günstige Auslosung (der Aufsteiger empfängt den Sieger aus Ried - Kärnten) höchste Bedeutung bei, geht es doch um einen weiteren Schritt in Richtung ersten Titel seit 1996 (letzter Cup-Sieg 1995) und Europacup-Teilnahme. "Für uns ist es ein wichtiges Spiel, weil wir die Option haben, über den Cup in einen internationalen Bewerb zu kommen", erklärte der frühere Teamchef.

Hoffmann vielleicht im Einsatz

Die Grün-Weißen sinnen auf Revanche für die zwei Frühjahrs-Niederlagen in der Meisterschaft. "Wir werden dem GAK nicht mehr ins offene Messer laufen, die Grazer werden sich diesmal mehr um das Spiel bemühen müssen als zuletzt", kündigte Hickersberger angesichts der 0:4-Heimschlappe Anfang April an. Der Rapid-Coach versprach "ein echtes Cup-Spiel" seiner Mannschaft, die kämpfen werde, "so lange uns die Füße tragen." Ihren Teil dazu beitragen könnten wieder Kapitän Hofmann und Garics, Stützen wie Ivanschitz oder Payer werden jedoch weiter nicht zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zu Rapid verzichtet GAK-Trainer Walter Schachner freiwillig auf Leistungsträger wie Kollmann, Aufhauser, Bazina oder Pötscher. "Schoko hat ja sieben Jahre in Italien gespielt, da wird er in seinem ganzen Denken den Scudetto für wichtiger halten als die Coppa", vermutet Hickersberger, ergänzte aber: "Trotzdem wird der GAK eine sehr gute Mannschaft haben."

Schachner denkt schon an Austria

Bei Schachner spukt im Hintergrund schon der Meisterschaftsschlager bei der Austria herum. "Ich werde einigen Spielern eine Pause gönnen. Am Sonntag steht ein wichtiges Match auf dem Programm, und die Meisterschaft hat Priorität. Aber das soll nicht heißen, dass wir nicht Cupsieger werden wollen", sagte Schachner.

Der GAK-Coach ist sich der Bedeutung der Partie für die Hütteldorfer bewusst. "Rapid will unbedingt Cupsieger werden und so werden sie auch auftreten. Sie haben das 0:4 zu verdauen und zu korrigieren", erklärte Schachner, der mit der Mannschaft entgegen seiner Gepflogenheiten erst am Spieltag anreist.

Erst 6.500 Karten abgesetzt

Für den Cup-Schlager waren bis Dienstagvormittag erst 6.500 Karten abgesetzt, Rapid hofft durch die Aktion "um zwölf Euro mit dem zwölften Mann ins Semifinale" (Einheitspreis von zwölf Euro auf allen Tribünen, Kinder bis 14 zahlen sechs Euro) auf 10.000 Zuschauer.(APA)

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