Nordkorea will Sechser-Gespräche "flexibel und geduldig" fortsetzen

22. April 2004, 09:58
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Kim Jong Il beendete Gespräche in Peking

Peking - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hat bei seinem Besuch in China zugesichert, "geduldig und flexibel" die Gespräche über ein Ende seines Atomwaffenprogramms fortzusetzen. Nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua vom Mittwoch erklärte Kim Jong Il in seinen Gesprächen mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und dessen Vorgänger Jiang Zemin in Peking, er halte an dem grundsätzlichen Ziel einer koreanischen Halbinsel ohne Atomwaffen fest und suche eine friedliche Lösung durch Dialog.

Nach der Abreise des nordkoreanischen Führers lüftete Chinas Regierung das Schweigen über die viertägige geheimnisvolle und "informelle" Visite. Beide Seiten wollten "gemeinsam" die Sechser-Gespräche voranbringen. Kim Jong Il versicherte, Nordkorea werde "aktiv" an den Gesprächen unter Vermittlung Chinas mit den USA und unter Beteiligung Südkoreas, Japans und Russlands teilnehmen. Ob es zu einer neuen Runde wie geplant vor Ende Juni kommen wird, wurde nicht gesagt. Mit seinem Sonderzug trat Kim Jong Il die Heimreise an. Laut Xinhua zeigte sich der nordkoreanische Führer "zufrieden" mit den Ergebnisen seiner Visite.

Kim Jong Il war am Dienstag in der Großen Halle des Volkes in Peking von Jiang Zemin empfangen, der als Vorsitzender der Militärkommission und Oberkommandierender der chinesischen Streitkräfte nach wie vor als starker Mann des Regimes gilt. Es werde vermutet, dass Kim Jong Il um verstärkte militärische Zusammenarbeit gebeten habe, schrieb die südkoreanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf westliche Diplomaten. (APA/dpa)

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