Sudan: Regierung und Darfur-Rebellen beginnen Friedensverhandlungen

23. April 2004, 13:07
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Waffenstillstandskomitee geplant - Hunderttausend Menschen in den Tschad geflüchtet - UNO-Beobachter bald in Krisenregion gestartet

N'Djamena - Nach massivem internationalen Druck hat die sudanesische Regierung die Verhandlungen mit den Rebellen aus dem Westen des Landes wieder aufgenommen. Ziel sei die Bildung eines Komitees, das den Waffenstillstand in der Darfur-Region überwachen solle, berichteten lokale Medien am Mittwoch aus dem Verhandlungsort N'Djamena, der Hauptstadt des benachbarten Tschad.

In Genf machte sich ein Team der UN-Menschenrechtskommission auf den Weg in den Sudan. Es soll Vorwürfen nachgehen, die sudanesische Regierung verfolge in der abgelegenen Region mit Hilfe arabischer Milizen eine "Politik der verbrannten Erde". In dem Konflikt haben knapp eine Dreiviertel Million Menschen ihre Heimat verloren. Die Darfur-Rebellengruppen JEM (Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung) und SLM (Sudanesische Befreiungsbewegung) kämpfen für mehr Autonomie der Region. (APA/dpa)

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